Pooldesinfektion mit Salzelektrolyse

Wasser ist ein lebendiges Element, das an sich sauber und gesund ist. Üblicher Weise wird ein Swimmingpool mit Leitungswasser gefüllt, das ja erstmal diesen Kriterien entspricht. Doch die Kombination von Wasser, Wärme und Licht lässt Leben entstehen.

Verunreinigungen des Wassers durch Hautschuppen, Schmutz, Vögel – durchaus auch durch Pipi – machen das stehende Wasser innerhalb von wenigen Tagen zu einem Eldorado für Keime, Bakterien, Pilze, Viren und die Photosynthese lässt Algen wachsen und gedeihen. Dabei sind nicht alle Algen harmlos; die Blaualgen (Cyanobakterien) bilden sehr giftige Stoffe, die zu heftigen Magen-Darm-Beschwerden und zu Schleimhautreizungen führen können. Wenn der Pool gar mit Zisternen- oder Brunnenwasser gefüllt wird, werden bereits weitere unliebsame Elemente frei Haus mitgeliefert.

Deshalb ist eine permanente Desinfektion des Poolwassers unerlässlich.

Welche Desinfektions-Methode ist die beste?

Dazu gibt es keine allgemeingültige Antwort. Die Wahl der passenden Desinfektion hängt von mehreren Parametern wie Poolgröße, Pooltechnik, dem Beckenmaterial und nicht zuletzt den Vorstellungen der Poolbesitzer ab.
Für einen einfachen kleinen Pool reichen sicher Chlorprodukte aus, die von Hand dosiert und überwacht werden. Für einen größeren GFK- oder Ceramic-Pool sollte allerdings die Art der Desinfektion schon optimal ausgewählt und auf alle Komponenten der Beckentechnik perfekt abgestimmt werden.

In den letzten Jahren hat sich eine Desinfektions-Methode aus unserer Sicht ganz besonders bewährt und entspricht auch dem Trend nach dem Wunsch von so wenig Chemie im Poolwasser wie nötig: die Salzelektrolyse.

Nun kommen auch viele Kunden zu uns, die bei der Frage, auf welche Weise sie ihren neuen Pool desinfizieren möchten, freudestrahlend erklären, man wolle keinesfalls Chlor, sondern Salz …
Dieses Blogthema über die Salzelektrolyse soll etwas Licht ins chemische Dunkel bringen.

Oft werden wir gefragt, ob das Wasser nicht sehr salzig schmecke; also Poolwasser aus Chlortabletten schmeckt auch nicht besonders gut. Probieren Sie es selbst aus: Ein Liter Wasser plus 1,5 – 4 Gramm Salz … das ist eine Salzkonzentration von 0,15 – 0,4 % und entspricht etwa dem Geschmack von Tränen. Der Salzgehalt des Meerwassers liegt zwischen 3 und 3,5 %, also 30 – 35 Gramm Salz pro Liter Wasser.

Salz ist das Natriumsalz der Salzsäure mit der chemischen Formel NaCl = Natriumchlorid

An sich ist Salz schon antiseptisch, doch würde allein dies nicht ausreichen, um ein Schwimmbad ausreichend und sicher zu desinfizieren. Dabei hilft eine Salzelektrolyse-Anlage, die aus dem Salz das Desinfektionsmittel Chlor gewinnt.

Dazu wird dem Beckenwasser je nach Salzelektrolyse-System zwischen 1,5 und 4 Gramm Salz pro Liter Wasser zugegeben. Das nun salzhaltige Wasser passiert die im Filtersystem installierte titanbeschichtete Elektrolysezelle. In der Zelle befinden sich positiv und negativ geladene Elektroden, die mit Gleichstrom versorgt werden. Das elektrische Feld setzt im salzhaltigen Wasser eine chemische Reaktion in Gang: Salz (NaCl) teilt sich in die Bestandteile Na+ Ionen, Cl- Ionen, OH- und H+ wandelt sich zu Natriumhypochlorit (NaOCl), das im Wasser zu einer unterchlorige Säure (HClO) und Natron wird.

Das so entstandene freie Chlor besteht aus der unterchlorigen Säure und den Hypochlorit-Ionen und ist ein wirksames Oxidationsmittel.

  • Oxydation der Bakterien
  • Zerstörung von Viren
  • Chlor unterbricht das Wachstum von Algen
Die Desinfektion mit der Salzelektrolyse bietet viele Vorteile:
  • Vollautomatische Wasserpflege mit minimalem Aufwand
  • Einfache Anpassung der Wasserwerte an veränderte Bedingungen
    wie z. B. Regen, Kindergeburtstag …
  • Keine Lagerung von chlorhaltigen Chemikalien
  • Keine Trichloramine, die den typischen Chlorgeruch verursachen.
  • Bessere Wasserqualität; Salzwasser laugt die Haut nicht aus und
    enthält wertvolle Mineralien und Spurenelemente, was sehr angenehm
    für Augen und Haut ist und einen hautpflegenden und bindegewebsstraffenden Effekt hat.
  • Besonders weiches Wasser; gut für Babys Haut oder für Menschen mit Hautproblemen
  • Im Wasser befindet sich nur natürliches, reines Chlor ohne weitere Füll- oder Hilfsstoffe

Industriell produzierte Chlortabletten hingegen bringen neben Chlor noch weitere Zusatzstoffe ins Wasser. Die Tabletten bestehen zum größten Teil aus Trichlorisocyanursäure (C3Cl3N3O3) und Cyansäure sowie andere Stoffe, z. B. Kupfer zur Stabilisierung der Tabletten. Problematisch ist dabei die Anreicherung der Cyanursäure im Wasser, da dadurch die Wirksamkeit des Chlors vermindert wird. Bei höheren Konzentrationen der Cyanursäure im Badewasser (ab etwa 40 mg/l) muss die Dosierung von chlorbasierten Desinfektionsmitteln sogar erhöht werden, um gleichbleibende Keimtötung zu erzielen.

Salzelektrolyse hat auch einen Nachteil:
  • Salzwasser wirkt korrosiv gegenüber unedlen Metallen wie Aluminium.
    Edelstahl aus V2A und mit der Zeit auch hochwertige Legierungen aus V4A
    leiden durch das Salz. Daher raten wir unbedingt zu Einbauteilen aus
    Kunststoff.
Die Qual der Wahl

Auf dem Poolzubehör-Markt sind viele Hersteller mit Salzelektrolyse-Geräten vertreten; natürlich preist auch ein jeder sein Gerät als das beste an. Wir haben mal wieder viele Geräte ausprobiert und auch die Erfahrungen unserer Kunden mit den unterschiedlichen Systemen genau bewertet.

Dabei hat sich ein Hersteller sehr positiv abgehoben: Sugar Valley
Dessen Salzelektrolyse-Geräte gibt es in verschiedenen Ausführungen mit ganz unterschiedlichen Arbeitsweisen, denen wir allen eine hohe Zuverlässigkeit und Funktion sowie eine einfache Handhabung bescheinigen können. Die Geräte sind modular aufgebaut, so können auch weitere Funktionen wie z. B. die Messung und Regelung des pH-Wertes oder die Steuerung über den Redox-Wert nachgerüstet werden. Mittlerweile vertreiben viele die Sugar Valley-Geräte unter unterschiedlichen Namen und in allen Farben; wir bleiben bei den Originalen wie HIDROLIFE, OXILIFE, AQUAscenic, UVscenic.

Alle Geräte können mit WiFi-Funktion ausgerüstet werden; wer’s mag, kann also über das Smartphone mit seinem Pool kommunizieren. Jede Anlage bietet über die Module hinaus weitere Anschlussmöglichkeiten, damit auch Licht, Rollladen oder auch Türen und Markisen über die Anlagen gesteuert werden können.

Ein System hat es uns besonders angetan: Die OXILIFE

Bei dieser Desinfektionsanlage wird zur Salzelektrolyse noch die Hydrolyse kombiniert. Die Hydrolyse spaltet das Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff, so entstehen hoch wirksame Sauerstoffverbindungen  mit hoher Desinfektionswirkung wie z.B. Ozon, die sich aber sehr schnell wieder abbauen. Damit eine Entkeimung des Wassers permanent gewährleistet ist, auch wenn die Filteranlage nicht in Betrieb ist, wird gleichzeitig über die Elektrolyse des leicht salzhaltigen Wassers eine geringe Menge Chlor produziert.

Das System arbeitet mit einem sehr geringen Salzgehalt von 0,15 %, läuft absolut stabil und zuverlässig und ist durch die menügeführte Bedienung wirklich einfach in der Handhabung. Die OXILIFE ist ebenfalls modular aufgebaut und kann um die Module pH-Regelung, Redox-Steuerung ergänzt werden; es stehen weitere Features wie Temperaturfühler, WiFi-Anbindung etc. zur Verfügung.

In unserem Pool-Zubehör-Center zeigen wir Ihnen gerne diese Anlage, die wir auch an unserem privaten Pool – aus gutem Grund – installiert haben.

Bleiben Sie uns gewogen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und gerne auch Fragen im nachfolgenden Formular.

Herzlichst
Gabi Zingg

2017-03-22T14:56:46+00:00

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