Die Poolbeleuchtung

Mit Beleuchtung – ohne Beleuchtung. Bewegen Sie die weiße Linie mit der Maus von links nach rechts.

Die Poolbeleuchtung – einfach nur schön

Bei der Ausstattung des neuen Swimmingpools wird oft explizit nach der Poolbeleuchtung gefragt; ich glaube, alle unsere GFG-Beckensets sind bereits mit mindestens einem LED-Unterwasserscheinwerfer ausgestattet. Bei den AQUACOMET-Becken sind je nach Beckengröße auch zwei LED-Lampen in den Sets enthalten. Und ehrlich, ohne Poolbeleuchtung geht mir kein Becken vom Hof. Auch wenn der Kunde noch so sparen möchte, nicht an der Lampe – nur über meine Leiche.

Sicher gehört eine Poolbeleuchtung nicht zu den lebenswichtigen Dingen; ein bei Nacht beleuchteter Pool ist einfach nur schön. Durch das verdunstende Wasser wird das Licht aus dem Pool regelrecht in die Höhe mitgenommen, so leuchtet der Pool wie ein riesiger Opal.

Doch vor dem Genuss des unglaublich schönen Lichtspektakels kommt der Einbau der Beleuchtung – und der ist in allen Fällen relativ einfach, wenn man nur ein paar physikalische und technische Voraussetzungen beachtet.

Der Einbau der Poolbeleuchtung

Da kommt wieder mein spezieller Freund, der Elektriker, ins Spiel. Ich gebe ja zu, dass wir auf manchen Berufsgruppen rumhacken, aber glauben Sie uns, zu recht. Mit 12 Volt haben die Jungs oft Probleme; ob die Niederspannung in der Ausbildung nicht vorkommt oder sie nur nicht aufgepasst haben, weiß ich nicht.

Nachdem wir zu einem Kunden die dritte Ersatzbirne geliefert haben, wurden wir neugierig und mussten doch mal nachfragen, woran die ersten zwei Birnen gestorben waren. Noja, der Elektriker hat erst nach Einbau der zweiten (Halogen)-Birne bemerkt, dass die ja nur 12 Volt hat und dann endlich begriffen, wofür der mitgelieferte Trafo ist. Das hätte tödlich enden können, werden Unterwasserscheinwerfer doch von Wasser umspült.

Und immer wieder, wenn es Probleme mit Lampen gibt, hat ein Elektriker die Finger im Spiel. Wir werden am Telefon so oft angepampt, dass nix funktioniere und wir Schrott geliefert hätten, weil der Kollege E nicht peilt, dass z. B. die Leitungslänge (von der Lampe zum Trafo) in Korrelation zum Querschnitt des Kabels steht. Für jede Lampe liefern wir mittlerweile eine separate Einbauanleitung mit, mit viel Bildern und wenig Text – es hilft nichts, die schaffen es einfach nicht. Und wenn sie nicht weiterkommen, verlangen sie einen Schaltplan. Zum Anschluss einer Glühbirne … ja nee iss klar.

Nur nochmal zur Erinnerung: Wir sind der Partner für Selbstbauer. Dass man in der Lage ist, eine Lampe anzuschließen, setzen wir ehrlich gesagt voraus. Auch können wir die Klage einer Gattin nicht unkommentiert lassen, die uns vorwirft, wir lassen den Holden alleine mit dem Beckeneinbau. Drei mal haben wir am Telefon den Lampenaufbau erklärt. Danach kam die Frage, wie die Lampe denn in das Gewinde passen soll, die Lampe hätte ja wohl gar kein Gewinde. Wir haben ihm die zwei (!) Bestandteile der Lampe nochmal im Foto geschickt – ach soooo, das weiße Ding im Lampenkarton gehört zur Lampe, ja das hätte man ihm auch sagen müssen.

Also nochmal: Auf der Landingpage, die Sie von uns erhalten, sind alle Anleitungen zum Einbau des Beckens, ein individuell für Ihren Pool erstellter Installationsplan, für jedes weitere Einbauteil die genaue Montage- und Bedinungsanleitung – und eine extra Anleitung für die Lampe. Nicht deshalb extra, weil es kompliziert ist, sondern extra, damit Sie nicht lange rumsuchen müssen. Sie sollen es ja schön einfach haben. Das setzt aber voraus, sich damit zu beschäftigen und die Anleitungen auch mal durchzulesen.

Die Lampen nach Hersteller

GA PISCINES und Mon de Pra verbauen Lampen mit gleichem Aufbau in ihren Becken. Die Lampendurchführung (oder Fassung) ist bereits an der im Planungsgespräch festgelegten Position im Becken einlaminiert. Auf der Anleitung sehen Sie diese Durchführung separat. Die brauchen Sie aber nicht mehr suchen, sie ist schon eingebaut. Auch brauchen Sie die Kontermutter (das runde Ding, das die Fassung am Becken hält) nicht zu suchen. Die ist unter dem Laminat verschwunden. Übrig bleiben also die eigentliche Lampe (die Leuchtbirne) und die dazu passende Gewindebuchse (das weiße Ding im Lampenkarton). Diese klicken Sie an der Rückseite der Lampe ein (Kabel vorher durchziehen). Und nun schrauben Sie die Lampe von der Beckenseite einfach in die Durchführung.

An der Beckenaußenseite (Kabel hängt jetzt heraus) die kleine Reduzierungsmuffe in die Durchführung einkleben und hier den Kabelschutzschlauch einkleben. Fertig. So einfach. Hängen Sie diesen Schutzschlauch mit dem durchgefädelten Kabel einfach erstmal über den Beckenrand. Das Wasser steigt in dem Schutzrohr hoch, aber natürlich nicht höher, als der Wasserspiegel im Becken ist.

Wenn das Becken dann ganz gefüllt und hinterfüllt ist, verklemmen Sie in der Kabelanschlussdose das Lampenkabel mit dem Kabel, das zum Trafo führt. Dieses Kabel ist nicht im Lieferumfang unserer Beckensets enthalten, denn wir wissen ja nicht, wie weit der Trafo vom Becken weg angebracht sein wird.

Jetzt wird es nochmal spannend. Je weiter der Trafo von der Lampe weg ist, desto höher muss der Kabelquerschnitt sein. Und bevor Sie alles mit teurem Granit belegen, probieren Sie um Himmels willen einfach mal aus, ob die Lampe auch brennt.

AQUACOMET-Scheinwerfer

Aquacomet liefert für seine High-Quality Becken ganz raffinierte Unterwasser-LED mit. Im Lieferumfang ist standardmäßig der Trafo, eine Fernbedienung und ein WiFi-Controller enthalten. Nicht ganz billig, aber sehr komfortabel. Dafür verlangt der Scheinwerfer auch ein 4poliges Kabel, das von der Lampe zuerst an den WiFi-Empfänger und vom WiFi-Empfänger zum Trafo verbunden wird; die jeweiligen Anschlüsse sind etwas tricky aber in der Anleitung ganz exakt beschrieben.

Der Lampeneinbau wird hier in einer Einbaunische vorgenommen. Diese Einbaunische (weißer Topf) kommt von außen an die Beckenwand und wird innen mit einem Flanschring verschraubt. Die Dichtung liegt zwischen Flanschring und Beckeninnenseite. Anschließend wird die Lampe eingesetzt, das Kabel durch die Nische und die Kabeldurchführung gefädelt. Auf der Durchführung wird das Kabelschutzrohr montiert und führt so bis hoch an den Beckenrand zur Kabelanschlussdose. Nach der Hochzeit mit dem Kabel vom Trafo sollte – bei richtig gewähltem Kabelquerschnitt s. o.) ein Licht aufgehen.

Dabei könnte man die Funktion der Lampe bewenden lassen und sie einfach mit der bereits werksseitig gekoppelten Fernbedienung ein-, aus-, hin- und herschalten. Damit aber das Leben am Pool nicht langweilig wird, gibt es ja noch eine App. Im iTunes-Store kann man sie unter der Bezeichnung Magic Color V2 downloaden. Ganz verspielte Badegäste können damit die Beleuchtung über iPhone steuern. Meine Meinung: ein putziges Feature aber nicht notwendig.

Tja … und dann gab es noch die Kundin, die für den Download der App acht Stunden verplemperte. Ehrlich – soviel Zeit hätte ich auch gerne mal. Ganze acht Stunden! Darüber und die Fäkalausdrücke, die sie sogar schriftlich in elegischen Mails über iTunes bei uns absonderte, hätten wir ja noch schmunzeln können. Aber die arme App, iTunes und wir können nichts dazu, dass die sch…ß Lampe nicht brennt. Da isser wieder, der Elektriker – hat er doch wieder ein Kabel mit viel zu kleinem Querschnitt verlegt. Sein Kollege, der Fliesenleger, war in der Zwischenzeit auch sehr fleißig …

Jetzt mal im Ernst: Sie glauben doch nicht, dass die Lampe brennt, wenn Sie eine App auf Ihr Handy geladen haben; da muss es doch einen anderen Grund geben. Man fliest doch nicht alle Kabel zu, bevor das Licht funktioniert.

Unser Fazit zum Unterwasserscheinwerfer-Einbau: Lesen Sie vor der Montage mal alles über die Lampe durch, sprechen Sie den Elektriker explizit auf 12 Volt, die Kabellänge und den -querschnitt an und fragen Sie bei uns nach, wenn Ihnen etwas unklar ist. Und testen Sie bitte, ob das Licht brennt, bevor Sie alles zubetoniern und überfliesen. Dann ist alles ganz einfach.

Ach so; Unterwasserlampen werden tatsächlich unter Wasser gewechselt. Klingt ungewöhnlich, ist aber so. Das Wasser im Pool muss wirklich nicht abgelassen werden. Und auf die Leuchtmittel gibt es keine Garantie – Verbrauchsmaterial und so.

Möge Ihr Licht lange brennen und beiben Sie uns gewogen.

2019-07-23T12:08:31+00:00

Ein Kommentar

  1. Elisabeth Faller 23. Juli 2019 um 17:58 Uhr - Antworten

    Wieder sehr informativ und witzig geschrieben. Danke auch für die Idee mit dem Schieberegler, da sieht man den Unterschied wirklich sehr schön.

    Liebe Grüße aus Unterfranken,
    Elisabeth

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