Karl, der Poolroboter

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Trotz einer guten Filteranlage und perfekter Wasserdesinfektion muss der Pool auch mal gereinigt werden. Je nach Standort fallen Blätter ins Wasser, Mücken, Steinchen, Gras, Hundehaare, im Frühling Unmengen von Blütenstaub … ein bisschen Schmutz gibt es immer; an der Wasserlinie können sich auch Reste von Sonnenschutzcreme ablagern. Im Beratungsgespräch werden wir immer wieder gefragt, wie oft ein Pool denn gereinigt werden muss; das kommt darauf an, wieviel Schmutz anfällt. Zuhause wird ja auch in jedem Haushalt unterschiedlich geputzt und gesaugt. Einmal wöchentlich wird man schon mal reinigen müssen – das kann von Hand, halb- oder vollautomatisch erfolgen.

Manuelle Bodensauger

Am günstigsten sind manuelle Bodensauger. Das Bodensauger-Kopfteil sieht ähnlich aus wie ein Schrubber, nur mit Loch in der Mitte. An dem Loch wird ein Schlauch befestigt, der mit der anderen Seite im Skimmer angeschlossen wird. Mit einer langen Teleskopstange wird nun der Bodensauger über den Beckenboden bewegt und Schmutzteilchen werden zuverlässig aufgesaugt. Voraussetzung für ein gutes Reinigungsergebnis ist natürlich eine leistungsvolle Filteranlage. Der Bodensauger kann effektiv saugen, wenn auch die Saugleistung der Filterpumpe entsprechend hoch ist.

Halbautomatische Bodensauger

Die halbautomatischen oder hydraulischen Sauger funktionieren genau so, nur dass sie nicht von Hand im Becken bewegt werden. Eine Membran im Innern des Saugers erzeugt pulsierende Bewegungen, damit der Reiniger wie von selbst durch den Pool wandert. Gute Geräte steigen bei passender Leistung der Filterpumpe auch an den Beckenwänden hoch. Auch hier ist wieder eine gute Filterpumpe die Voraussetzung; für die meisten Halbautomaten liegt die Mindest-Pumpenleistung bei 8 m3/h.

Pool-Reinigungsroboter

Für größere Swimmingpools sind Reinigungsroboter sehr bequem. Die Roboter saugen den Beckenboden und die -wände selbständig ab. Das Gerät ist nur über ein Kabel mit an der an Land befindlichen Steuerung verbunden. Damit sich das Kabel nicht verheddert, sollte es über ein Swivel-Glenk verfügen. Ein Reinigungszyklus dauert je nach Gerät und Einstellung ca. 2-3 Stunden, dann sollte das Becken blitzblank sein. Den Schmutz sammeln Roboter in integrierten Filterkassetten oder -säcken. Damit wird die Filteranlage entlastet, die den abgesaugten Schmutz bei manuellen oder halbautomatischen Saugern aufnehmen muss.

Bei neuen und somit frisch gefüllten Becken steigen die Roboter oft nicht komplett die Beckenwände hoch. Das liegt u. a. an der adhäsiven Eigenschaft des Wassers. Noch ungechlortes Füllwasser haftet an den Beckenwänden, dem mit Chlor bereits vermischten Wasser ist es deshalb nicht möglich, sich an den Beckenwänden anzuhaften. Das unbehandelte Wasser liegt wie eine Schutzschicht auf der Beckenwand, die für den Reinigungsroboter damit noch etwas zu glatt ist. Zu diesem Zeitpunkt hat sich auch der pH-Wert des Wassers noch nicht stabilisiert und unterliegt größeren Schwankungen. Deshalb braucht es zu Beginn ein wenig Geduld, bis die Beckenwände etwas stumpfer geworden sind und der Roboter sein ganzes Können zeigen kann. Allerdings hat sich dann an den Wänden ja auch noch kein Schmutz abgelagert.

Während der Bauphase eines Swimmingpools ist meist auch sehr viel feinster Staub in das Wasser eingetragen worden. Kurz nach der Beckenreinigung sieht alles perfekt sauber aus, doch schon 10 Minuten später hat sich wieder an allen Absätzen und Stufen ein feiner Belag gebildet. Dieser Baustaub ist so fein und leicht, dass er durch die geringsten Bewegungen im Wasser aufgewirbelt wird und sich wieder absetzt, sobald Ruhe im Wasser eingekehrt ist. Abhilfe schafft die Flockung des Wassers; das Flockungsmittel legt sich um die feinen Staubpartikel, diese agglomerieren und sind dadurch besser filtrierbar bzw. können vom Poolsauger erfasst werden.

Je nach Gerät verfügen Poolroboter über unterschiedliche Walzen, die aber nach unserer Erfahrung alle gute Arbeit verrichten. Wir bevorzugen Geräte mit Raupenantrieb besonders für GFK-Becken, deren Beckenwände mehr oder weniger breite Absätze haben. Diese raupengetriebenen Reinigungsroboter schaffen auch sehr breite Treppenstufen oder Sitzbänke; Roboter mit Rädern sind damit gänzlich überfordert. Treppen mit schmalen Stufen schafft kaum ein Roboter; er passt nicht in ganzer Länge auf die Stufe und kann sich zur nächsten hin nicht aufrichten. Das ist nicht schlimm, den meist befinden sich über den Treppen die Einlaufdüsen; Schmutzpartikel kommen hier erst gar nicht dazu, sich niederzulassen.

Die Wasserlinie wird von vielen Robotern auch recht gut gereinigt, obwohl Poolroboter ja im eigentlichen Sinne Saugroboter sind. Wenn sich an der Wasserlinie durch Sonnenöle und Ablagerungen von toten Algen (der schwarze Belag im Skimmer ist nichts anderes) ein Belag bildet, so reinigt man diesen einfach mit einem Poolschwämmchen und einigen Tropfen Beckenrandreiniger.

Wer ist eigentlich Karl?

Maschinen haben keine Namen -Punkt- Wer das glaubt, hatte noch nie einen Reinigungsroboter. Sie werden nicht glauben, wer alles seinem Roboter einen Namen gibt. Unser erster hieß Margot … ja, dafür gab es Gründe. Viele hören auf den Namen Robby; aber wenn alle in der Nachbarschaft gleich heißen … Sie wissen schon. Naja, in den Status eines Familienmitglieds wurde noch kein Roboter erhoben, aber es gibt wirklich Poolbesitzer, die den kleinen Kerl durchaus liebgewonnen haben. Das freut uns umsomehr, als wir sicher sein können, dass er gut behandelt wird. Auch eine Maschine hat das verdient. Und deshalb gibt es auch Karl … wer auch immer seine Eltern sein mögen 😉

Bleiben Sie uns gewogen.

2018-09-30T17:43:29+00:00

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